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LITERATURABEND UNTER DER LINDE

Wann dann
28/07/2021
19:00

Ei wo dann
Kulturzentrum Bettinger Mühle

Kategorie


Wat da bei uus erleewe kennen

Literaturkreis Bettinger Mühle
„Gischdä, hout on moä – wie ed ess, watt bleift, wie ed woä“
Mundartpoesie unter der Linde am Mittwoch, den 28. Juli 2021 um 19.30 Uhr
Eine wichtige Aufgabe des Literaturkreises besteht in der Wertschätzung und Pflege der Mundart. „Jede Region liebt ihren Dialekt, sei er doch eigentlich das Element, in welchem diese Seele ihren Atem schöpft.“ Dies hat kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe schon erkannt. Mundart schafft kulturelle Verbundenheit und fördert das Heimatgefühl. Ihre Pflege geschieht also aus der Sorge um die sprachliche und kulturelle Identität unserer Heimat.
Leider verlieren die Dialekte mit jeder neuen Generation an Bedeutung. Auch werden die Dialekte in manchen Sprachräumen als minderwertig und bildungsfern empfunden. Martin G. Reisenberg ist hier wie wir anderer Meinung, wenn er schreibt: „In den heimatlichen Dialekt übersetzt, verliert selbst die Relativitätstheorie an Schrecken.“
Die Erhaltung und Förderung hat einen hohen Stellenwert für uns; es gilt für uns, auch jungen Menschen das hohe Gut zu erhalten.
Diese Lesung geschieht darüber hinaus unter dem Aspekt, unsere drei Schmelzer Dialektautor*innen Maria Stauch, Petra Auernhammer und Ewald Sturm, die wir bereits einzeln vorstellten, nochmal zusammenzuführen, um uns ihre Bedeutung und Wertschätzung erneut bewusst zu machen.
Maria Stauch verarbeitet hauptsächlich Hüttersdorfer Erlebnisse. Aufgrund ihrer treffenden Personen-und Situationsbeschreibungen ist sie mit dem Saarländischen Mundartpreis „Goldener Schnawwel“ ausgezeichnet worden.
Petra Auernhammer wohnt zwar in Überroth, ist aber der Schmelzer Mundart treu geblieben. Ihre Werke bestechen sowohl durch Humor und Witz, als auch durch Ernsthaftigkeit und Nachdenklichkeit.
Ewald Sturm wurde 1925 in Buprich geboren. Schon früh entdeckte er seine Freude und Liebe zum eigenen Schreiben von Gedichten und Geschichten. Seine Naturverbundenheit, seine Religiosität und sein freundliches Wesen finden sich in seinen Werken wieder. Er wurde ebenso mit dem „Goldenen Schnawwel“ ausgezeichnet. Der Autor lebte 50 Jahre mit seiner Frau Erika in Außen, wo er 2003 verstarb.
Für die musikalische Umrahmung sorgen an diesem Abend die in Musikerkreisen bestens bekannten Geschwister Bärbel Hoffmann, Gesang und Christian Töx, Gesang und Akkordeon.
Als Schirmherren konnten wir den in Saarbrücken wohnenden Sprachwissenschaftler Dr. Jürgen Trouvain gewinnen. Als Bettinger Junge kennt er sich bestens in der Schmelzer Mundart aus, was er mit dem Vortrag von Gedichten beweisen wird. Dr. Trouvain ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes und hier in Forschung und Lehre tätig. Ehrenamtlich arbeitet er im Vorstand des Landesverbandes der historisch-kulturellen Vereine des Saarlandes und im Mundartring Saar mit.
Als weiterer Leser wird Arnold Truar Gedichte von Ewald Sturm vortragen.
Die gesamte Bevölkerung ist herzlich eingeladen.
Der Eintritt beträgt 5,- Euro. Reservierungen bis zum 23. Juli im Mühlenbüro, Tel.: 06887/888654 oder per E-Mail: mühlenverein-schmelz@t-online.de
Die Reservierungen sind notwendig, um die Hygienemaßnahmen einhalten zu können:
– Vorlage eines gültigen Ausweises, dass zweifach geimpft (mit 14-tägigem Abstand), genesen ( 28 Tage und 6 Monate) und getestet (Testnachweis nicht älter als 24 Stunden) ist,
– feste Platzzuweisung, an dem der Mund-Nasen-Schutz abgenommen werden darf. Sonst ist er Pflicht.
– Eintrag in Teilnehmerliste
– Abstand halten
Wir freuen uns auf ihren Besuch.

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